Nina in North Amerika : Mein Auslandstagebuch

Mittwoch, 26.08.2009 Noch eine Woche bis zum Schulanfang

Und schon wieder schreibe ich einen neuen Eintrag. Hm.. Kommt einem schon fast so vor, als würde ich mich jeden Tag langweilen und nur vor meinem PC sitzen. Stimmt aber glücklicher Weise nicht ganz. Ich muss sagen, dass ich an manchen Nachmittagen ( wie zum Beispiel heute ) wirklich nicht so viel zu tun habe, andere Nachmittage sind dagegen voll gestopft bis zum geht nicht mehr und ich finde keine Zeit, dass was ich an diesen Tagen erlebe, aufzuschreiben. Und wenn dann nächste Woche die Schule anfängt, wird das mit dem Einträgen denke ich, eh leider seltener werden. Daher nutze ich jetzt einfach mal meinen freien Nachmittag und schreibe alle meine Eindrücke und Erlebnisse der letzten 3 Tage auf.

Ja in den letzten 3 Tagen ist, wie ich am Samstag schon richtig vorausgesehen habe, eigentlich ziemlich viel passiert.  Also beginnen wir mit Montag: Wie gesagt hatten Sam und ich die grandiose Idee für ihre beste Freundin Sarah, die Popcorn wirklich ,wirklich liebt, einen Popkornkuchen zu backen. Dieser sollte nicht aus Popkorn bestehen, sonder die Form einer Popkorntüte haben. Gesagt, getan. Um 1 Uhr ( um 5 sollte Sarah kommen ) standen Sam und ich dann in den Küche und haben angefangen unsere 3 Kuchen, die wir Sonntag schon gebacken hatten, in eine Popkornbox zu verwandeln. Gut ich hatte mir das ganze ehrlich gesagt ein wenig leichter vorgestellt. Schon alleine das Marzipan in eine schöne dünne, nicht zu dünne, nicht zu dicke Schicht zu bringen war schon schwer. Aber irgendwann war hatten wir auch geschafft. Das Kuchenstapeln und mit Choclatefrosting einschmieren war glücklicher Weise nicht das Schwerste, doch dann wurde langsam kritisch und die Stimmung sank stetig : Versucht mal eine Dünnemarzipanschicht so über einen Kuchen zu legen, dass es gut aussieht und sie nicht zerreißt. Richtig. Das ist nahe zu unmöglich. Ich denke, dafür braucht man eine Backausbildung oder was weiß ich. Jedenfalls sah es schlimm aus ( nein davon gibt es keine Fotos ! ) Ich weiß nicht wie, aber wir haben die Fläche dann doch noch recht ordentlich hinbekommen. Sam war zwar sehr unzufrieden und wollte den Kuchen wegschmeißen, aber ich muss sagen ich fand das ganze irgendwie lustig und hab einfach weiter gemacht. Als der ganze Kuchen dann lentztendlich fertig dekoriert und ausgebessert war, waren Sam und ich begeistert. Er sieht wirklich super aus und dafür, dass wir beide keine Backausbildung haben, ist er perfekt. Lächeln Ein Nachteil hatte die ganze Backaktion dann aber doch. Da ich gesehen hab , wie viel Marzipan, Choclatefrosting und noch mehr Marzipan wir gebraucht haben, konnte ich kein Stück vom Kuchen probieren.

MarzipanSam und der Anfang des KuchensLangsam kann man erkennen, was es darstellen sollFertiger PopkornkuchenPopcornkuchen

Gestern Morgen hieß es dann für meine Gastmutter, -schwester und mich früh aufstehen. Kam mir schon fast wie ein Schultag vor, obwohl ich da dann wohl doch noch etwas früher aus dem Bett muss. Naja, der Grund für unser frühes Aufstehen war ein Besuch im Freizeitpark "Six Flag". "Six Flags" liegt in Springfield, was etwa 2 Stunden Autofahrt von Merrimac entfernt ist, und erinnert einen ziemlich an "Phantasialand". Was mich wirklich überrascht hat war, wie viele Jugendliche man zwischen 18 und 20 dort vorfinden konnte. Ich weiß nicht, ob ich mich täusche, aber in Deutschland sieht man Leute in diesem Alter in Freizeitparks eher seltener. Da wir schönes Wetter hatten, haben wir dort einen wirklich schönen und lustigen Tag verbracht. Es ging von rollercoaster zu watercoaster zurück zu rollercoasten und auch Warteschlangen von etwa 1 Stunde konnte uns nicht die Laune verderben. Und plötzlich war es schon 4 und der Hunger machte sich langsam sehr, sehr, sehr bemerkbar. Vom Hunger getrieben ging es dann zu einem Essensplatz, der alles verkauft hat : Hamburger, Cheeseburger, Hot Dogs, Wraps, French Fries, Roastbeef sandwich, chicken wings .... und wahrhaftig auch Salate. Das kam mir sehr willkommen, denn die letzten Tage gab es bei uns einfach immer Fleisch. Also habe ich mir einen Ceasar Salat bestellt. Leider hatte ich mir diesem aber ein wenig anders vorgestellt. Ein bisschen mehr Salat und ein bisschen weniger Salatcroutons. Mein Slat bestannt also aus 25 % Salatblättern, 25% Parmesankäse und 50 % Salatcroutons. Ich muss sagen, dass war wirklich die beste Salatmischung die je gegessen hab und ich fand es toll nach den 4 bis 5 Salatblättern zu fischen. Aber wenn man Hunger hat kann man auch Brotsalat essen. Danach waren wir weitere 2 Stunden auf irgendwelchen Rollercoastern und um 6 ging es dann auch wieder nach Hause. Fragt mich nicht warum, doch wir waren alle ziemlich fertig. Vielleicht war es die Sonne, das stundenlange Warten oder weil wir Jahre lang durch die Gegend gegangen sind. Jedenfalls bin ich dann gestern um 10 Uhr ins Bett gefallen und sehr schnell eingeschlafen.

Sam und ich at Six Flags

Heute Morgen ging es dann auch schon wieder früh aus dem Bett ( ich dachte Ferien sind zum Ausschlafen da ) Doch diesmal war der Grund etwas wichtiger. Heute Morgen, um 10 Uhr, habe ich Frau O'brien (die amerikanische Austauschorganisatorin ) und eine weitere Austauschschülerin getroffen. Ihr Name ist Carolin und sie kommt auch aus Deutschland. Dieses Treffen war ziemlich wichtig für uns, denn wir haben unsere Stundepläne zusammen gestellt, die Schule gezeigt und noch weitere Informationen bekommen. Das Zusammenstellen des Studenplan war gar nicht so einfach. Ich wollte gerne Crative writing wählen, was jedoch im gleichen Blog wie Englisch war, Public speaking war im gleichen Block mit Mathe und so weiter und so fort. Letztendlich konnten wir uns dann doch auf einen Stundenplan einigen: 1. Journalism 2. English Grade 12 CP ( CP ist das leichteste was man wählen kann ) 3. Chemestry 4. World Studie ( Geschichte ) 5. World Foods 6. Study Hall ( eine Stunde in der man Hausaufgaben und Dinge recherchieren kann, also eine Freistunde ) 7. Pre Calculs Honors ( Mathe ) Allem in allem bin ich mit dem Stundenplan zufrieden. Schade, dass manche Dinge nicht geklappt haben, aber was soll's.

Bis bald. Fühlt euch wieder umarmt , geküsst und vermisst.

 

Kommentare (1)